Hokianga: ein versteckter Schatz

Selbst unter Neuseeländern gilt der Hokianga als absoluter Geheimtipp! Wenn Sie Zeit haben, sollten Sie unbedingt ein paar Tage hier einplanen!

Selbst unter Neuseeländern gilt der Hokianga als absoluter Geheimtipp - eine friedliche Oase an der Westküste der Nordinsel, die man als Tourist leicht verpassen kann. Bei den meisten Reisenden steht eher die Bay of Islands auf dem Programm, bevor sie sich weiter auf den Weg in Richtung Süden machen. Wenn man aber genug Zeit hat, sollte man ein paar Tage in Hokianga einplanen. Es lohnt sich wirklich!

Bei meinem letzten Besuch in Neuseeland haben wir ein paar Tage dort verbracht und ich kann es kaum erwarten wieder hinzukommen. Auf der Hinfahrt, die uns entlang der Westküste geführt hat, sind wir durch den Waipoua Kauri Forest gefahren. Dann kurz vor unserem Ziel, in der letzten Biegung, haben wir den Harbour von Hokianga entdeckt. Der Ausblick auf das glitzernde Wasser und den endlosen Himmel, eingerahmt von Flachshainen, Kohl-Bäumen und den sanft geschwungenen Hügeln, war einfach unbeschreiblich schön. Es schien uns, als ob die Zeit dort stehengeblieben ist, so unverbaut und ursprünglich lag alles vor uns.

Hokianga wurde nach dem legendären, polynesichen Seeefahrer und Entdecker Kupe benannt, der vor über tausend Jahren, von Hawaiiki aus, in diese Gegend kam. Kupe war einer der ersten Überbringer der Maori Legenden und Geschichten, und auch heute noch hat diese Gegend eine große, spirituelle Bedeutung für die Maori.

Am ersten Abend haben wir eine tolle Erkundungs-Tour mit „Footprints Waipoua“ gemacht. Meine Kinder und ich haben viel über die Bedrohung des neuseeländischen Kauri-Waldes und die einheimischen Vogelarten, wie z.B. den braunen Kiwi und die Waldtaube, erfahren. Wir haben auch einiges über Opossums, Rotwild, Ziegen und Wildschweine gelernt und über die Problematik der fremden Tierarten und Krankheiten, die der Mensch über die Zeit eingeschleppt hat, und welche die Natur dort aus dem Gleichgewicht bringen. Nach einem kleinen Spaziergang durch den nebeligen Wald sind wir am großartigen Tane Mahuta Kauri-Baum (einem der größten, heute noch lebenden Bäume) angekommen. Kein Foto kann die Schönheit und Anmutigkeit dieses Baumes widergeben – man muß ihn einfach selbst gesehen haben. Noch lange nach unserem Besuch des „Lord of the Forest“ haben wir von diesem wunderbaren, spirituelle Gefühl gezehrt.

Wir haben im Copthorne Hotel & Resort, in einer der Familiensuiten mit Blick auf den Naturhafen, gewohnt. Es fiel mir fast schon schwer, am Abend den Vorhang zu schließen, so unglaublich schön war der Ausblick! Viel Zeit haben meine Kinder damit verbracht, am Strand zu spielen und Sandburgen zu bauen. Alles in allem war der Aufenthalt in dem Hotel, mit seinen sehr freundlichen Mitarbeitern, wirklich angenehm.

Weitere Empfehlenswerte Aktivitäten in der Gegend sind: Ein Besuch der gigantischen Felsblöcke am Strand von Koutu, eine Fahrt mit dem Boot von Opononi aus zu den Sandbergen, wo man „sandboarden“ ausprobieren kann, ein Ausritt auf Pferden durch die Wildnis oder am Strand, die Felsen-Pools, eine Wanderung an einem der wunderschönen Strände, eine Angeltour mit einem einheimischen Führer, oder eine entspannte Bootstour am Hafen.

Hokianga hat wirklich Vieles zu bieten, so dass sich ein mehrtägiger Besuch auf jeden Fall lohnt.

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