Neuseelands Weine

Unter Kennern rangieren einige neuseeländische Tropfen unter den Top-Weinen, einige Weingüter unter den Top-Lodges

Könnte man Neuseeland in eine Flasche füllen, man würde vielleicht einen Sauvignon Blanc aus Marlborough wählen. Bereits nach dem Entkorken entströmt dem schmalen Flaschenhals das Aroma von fruchtigen Passionsfrüchten, vollreifen Guaven und dem erdigen Duft von Margeriten. Wer sich in neuseeländische Weine verliebt, der stillt nicht nur sein Verlangen nach vollmundigen und leichten Tropfen, sondern auch sein Fernweh. Fast kann man die vielen Grüntöne der Weinberge herausschmecken, die frische Luft der Bergrücken heraus ahnen und freut sich mit jedem Schluck über diese Errungenschaft.


Kein Weinberg wie der andere
Doch was macht Neuseelands Weine so anders? Kenner sagen oft, dass sie einen Tick feiner und eleganter sind als Weine aus anderen Überseeregionen. Das besondere Terrain der Nord- und Südinsel geben auch international bekannten Rebsorten ein eigenes, unverkennbar anderes Aroma. Vielleicht liegt die Vielfalt dessen, was in den Flaschen landet auch an den unterschiedlichen Anbaugebieten? Mit Sicherheit, sagen Experten. Immerhin sind es 1.600 Kilometer vom subtropischen Norden der Nordinsel bis zur weltweit südlichsten Weinregion auf der bergigen Südinsel. 1.600 Kilometer, in denen eine Vielzahl unterschiedlichster Rebsorten gedeiht: Von bordeauxstyle Blends bis Syrah, von Sauvignon Blanc bis Chardonnay. Am besten plant man seine Reise so, dass auch das eine oder andere Weingut als Bleibe für eine (oder mehrere?) Nächte dabei ist. Auf der Nordinsel ist das romantische Wharekauhau Country Estate empfehlenswert: Eine alte Schaffarm mit Blick auf die Rimutaka Gebirgszüge und den Palliser Bay samt eigenem Weingut. Wer zusätzlich auch noch Golfspielen möchte, wird sich in The Farm at Cape Kidnappers wohlfühlen: Auf Weinverkostungen erwartet Sie dort so manche Überraschung.


Klasse statt Masse
Was sich zusätzlich positiv auf neuseeländische Weine auswirkt: keine Rebfläche ist weiter als 130 Kilometer vom Meer entfernt und das maritime Klima fördert das intensive Fruchtaroma. Weinliebhaber sind bereit, gerne einmal etwas mehr zu bezahlen und dafür einen besonders guten Jahrgang zu ergattern. Denn beliebig viele Flaschen bekommt man nicht. Die Geografie begrenzt die Anbauflächen und es gibt keine Massenware. Neuseeländischen Wein trinkt man also nicht aus Zufall, sondern aus Leidenschaft. Dieser Leidenschaft können Genießer in allen Nuancen frönen, wenn Sie sich entschließen, ihre Neuseelandreise mit verschiedenen Gourmet-Höhepunkten verbinden. Das Netz kulinarisch lohnender Ziele ist s dicht gewebt, dass Sie Landschaft und Genuss problemlos unter einen Hut bekommen.
 

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