Im Boden gegart

In Rotorua, wo Dampf und heißes Wasser aus den Tiefen der Erde schießen, werden einzigartige Traditionen gepflegt. Ganz im Sinne der Manaakitanga (Gastfreundschaft) heißen die Maori Gäste willkommen, um ihr Wissen über alte Handwerkstraditionen weiterzugeben: Schnitzen, Weben, Tätowieren und Kochen.

Gutes Essen ist ein wichtiger Bestandteil der Gastfreundschaft, und nichts übertrifft den gemeinsamen Verzehr einer Mahlzeit, die in einem traditionellen Maori Hāngi (Erdofen) zubereitet wurde. Diese Jahrhunderte alte Zubereitungsmethode eignet sich perfekt, um viele Menschen auf einmal zu verköstigen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Bei einem traditionellen Hāngi werden mit Essen gefüllte Körbe in feuchte Tücher eingewickelt und mit vom Feuer erhitzen Steinen in der Erde versenkt. Hitze und Dampf breiten sich in der Grube aus, sodass die Speisen werden langsam gegart werden.

Die Zubereitung eines Hāngi erfordert Zeit und zeugt von einer großen Wertschätzung für Gäste. Während die Speisen unter der Erdoberfläche schmoren, können Gäste den Lake Rotorua in einem wunderschön geschnitzten Kanu erkunden und etwas über die Kultur dieses faszinierenden Volks lernen. Wenn dann später die Körbe mit Essen aus dem Boden geholt werden und einem durch die Aromen von gewürztem Fleisch und Gemüse das Wasser im Mund zusammenläuft, hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt.

Rotorua
Hangi-Zubereitung, Rotorua

Von Chris Williams

An der Zubereitung eines Hangi sind immer mehrere Köche oder die ganze Gemeinde beteiligt.

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