Nationalparks - Fiordland

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Eine der schönsten und beeindruckendsten Gegenden Neuseelands: die Pracht der landschaftlichen Kulisse des Fiordland National Park.

Die bemerkenswerte Landschaft bietet atemberaubende Fjorde, spektakuläre Wasserfälle und schneebedeckte Gipfel.Uralte Regenwälder schmiegen sich an die Berghänge, Wasserfälle stürzen Hunderte Meter tief in gewaltige Fjorde, Seen glitzern in der Sonne und die Granitgipfel sehen heute noch genauso aus wie vor tausend Jahren.

Highlights

Ein Fjord ist ein u-förmiges, von einem Gletscher geformtes Tal, das vom Meer überflutet wurde. Die 14 Fjorde, die diese südwestliche Ecke der Südinsel säumen, brauchten 100.000 Jahre, um zu entstehen; die letzten Details fügte die jüngste Eiszeit vor gerade einmal 10.000 Jahren hinzu. Die Maori glaubten, dass die Fjorde von einem riesigen Steinmetz namens Tute Rakiwhanoa erschaffen wurden, der die steilen Täler mit seinem Beil aus dem Stein meißelte.

Auf allen Seiten der Fjorde stürzen unaufhörlich spektakuläre Wasserfälle in die Tiefe und führen die Regenmassen ins Meer.

Der Milford Sound, von Rudyard Kipling als „Achtes Weltwunder“ beschrieben, ist zu jeder Zeit beeindruckend – die täglichen Rundflüge und Bootstouren bringen die Besuchern näher an seine schroffe Schönheit heran.

Mit 421 Metern ist der Doubtful Sound der tiefste Fjord Neuseelands – ein Naturparadies, das Tümmlern, Seebären und Pinguinen Lebensraum bietet.

Die letzten beiden Drittel des Fiordland National Park sind von jungfräulichen Stränden und Steineibenwäldern bedeckt. Über ein 500 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz können Besucher die urzeitliche Welt aus Gipfeln, Bergseen und moosbedeckten Tälern erkunden.

1990 wurde Fiordland von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt und nach dem begehrtesten Mineral der Region auf den Namen Te Wahipounamu – „Grünstein-Ort“ – getauft.

Unterkunft

Das DOC (Department of Conservation) hat im Park mehr als 50 Wanderhütten eingerichtet. Komfortablere „Great Walks“-Hütten findet man auf den Wanderwegen Milford, Kepler und Routeburn. Die Hütten entlang der übrigen Wanderstrecken sind weniger luxuriös: Plattformen wurden mit Matratzen ausgelegt und es gibt Toiletten und fließendes Wasser.

In und um die Seeufersiedlungen Te Anau und Manapouri findet man ein breites Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Am Milford Sound, dem einzigen Fjord, den man über eine Straße erreichen kann, gibt es eine Backpacker Lodge.

Aktivitäten

Die Great Walks und mehr

In diesem Park liegen drei der berühmten „Great Walks“ Neuseelands. Der beliebteste (und daher auch der belebteste) ist der Milford Track, für den man fünf Tage einplanen muss. Der Kepler Track ist ein Rundwanderweg, den man in vier Tagen bewältigen kann, und für den Routeburn, der in den Mount Aspiring National Park führt, braucht man normalerweise drei Tage. Es gibt auch noch viele andere, weniger berühmte, aber deswegen nicht weniger spektakuläre Wanderstrecken.

Kajaktouren und Tauchen

Ein paar der Fjorde können mit dem Kajak erkundet werden, genau wie die Seen in Te Anau und Manapouri. Und wer in den Fjorden taucht, hat die seltene Gelegenheit, Tiefseepflanzen zu beobachten, die hier nahe der Oberfläche wachsen. Zu den einheimischen Lebewesen gehören Delfine, Seebären und Pinguine.

Fiord cruises

Jeden Tag bringen Rundflüge und Busunternehmen Besucher zum Milford Sound, wo unvergessliche Bootstouren angeboten werden. In Te Anau und Manapouri werden umweltfreundliche Touren durch die weniger zugänglichen Fjorde organisiert.

Tipps

  • Zwischen Ende Oktober und Ende April sollte man unbedingt eine Übernachtungsmöglichkeit im Voraus buchen, um sicherzustellen, dass man auf den Great Walks ein Dach über dem Kopf findet.
  • Zu jeder Jahreszeit sollte man mit niedrigen Temperaturen, Schnee, starkem Wind und heftigem Regen rechnen und entsprechend vorbereitet sein.
  • Ein Insektenschutzmittel ist im Park fast lebensnotwendig - die Sandmücken sind legendär.
  • Wer kein erfahrener Wanderer ist, sollte lieber eine geführte Wanderung buchen.
  • Angeln und Jagen sind im Park erlaubt, man braucht aber eine Genehmigung dafür. 
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