Great Walks - Routeburn Track

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Mit hohen Berggipfeln, riesigen Tälern, Wasserfällen und funkelnden Seen verbindet dieser Wanderweg Mount Aspiring National Park & Fiordland National Park.

32 km – 3 Tage

Ein wunderbares alpines Abenteuer

Der Routeburn Track ist zwar einer der kürzeren der Great Walks, bietet aber eine der beeindruckendsten Landschaften. Vorbei an steilen Gipfeln, riesigen Tälern, Wasserfällen und kristallklaren Seen verläuft der Wanderweg zwischen Mount Aspiring Nationalpark und Fiordland Nationalpark. Der höchste Punkt des Wanderwegs befindet sich auf 1.255 Metern über dem Meeresspiegel – man darf also schon eher vom Bergsteigen als vom Wandern sprechen!

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New Zealand
Routeburn Track, New Zealand

Von cajaygle

Routeburn Track

Der Routeburn Track ist Teil des Weltkulturerbes Te Wahipounamu South West New Zealand World Heritage Area. Dieses berühmte Gebiet in Neuseeland wurde von mehreren Vergletscherungen in Fjorde, felsige Küsten, emporragende Klippen, Seen und Wasserfälle verwandelt. Zwei Drittel dieses geschützten Gebiets sind von Südbuchen und Steineibengewächsen bewaldet, von denen manche über 800 Jahre alt sind. Hier lebt der Kea, der einzige alpine Papagei der Welt, und der seltene, flugunfähige Takahe-Vogel.

Lake Harris

Der lange Aufstieg zum Harris Saddle, dem höchsten Punkt des Wanderwegs, ist jeden einzelnen Schritt wert. Der wunderschöne Lake Harris empfängt Besucher mit tiefblauem oder auch schiefergrauem Wasser, je nach Wetterlage. In den Furchen und Spalten des Bergsattels gibt es noch weitere kleine schöne Gebirgsseen.
Nach dem Harris Shelter ist man von Bergen umgeben, der Darren Range, Mount Madeline (2537 m) und Mount Tutoko (2746 m), um nur einige wenige zu nennen. Vom Shelter führt ein kleiner Pfad hoch auf den Conical Hill (1515 m), von wo aus man einen 360°-Panoramablick hat.

Wasser, überall Wasser

Moosige Wälder, rauschende Flüsse und plätschernde Wasserfälle sind Nachweise für eine Menge Regen in diesem schönen Flecken der Erde. Das sollte jedoch kein Hinderungsgrund sein, der Routeburn ist bei jedem Wetter einzigartig. An Regentagen sind die Wasserfälle noch atemberaubender.
Hängebrücken sorgen für eine unterhaltsame Überquerung diverser Flüsse und Bäche. Besonders bemerkenswert ist der Israeli Creek, der nach einem israelischen Paar benannt wurde, das sich beim Überqueren eines nahe gelegenen unerforschten Passes verlief und einige Zeit auf einem Felsvorsprung über dem Bach fest saß.

Der Hauptgipfel (Key Summit)

Am südlichen Ende des Wanderwegs bietet der Key Summit einen atemberaubenden Blick auf die Humboldt und Darren Mountains. Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 14.000 Jahren endete, bewegte sich hier ein riesiger Gletscher hinab in das Hollyford Valley und legte eine 500 Meter dicke Eisschicht über den Key Summit. Eisige Ausläufer reichten dabei auch ins Eglinton und Greenstone Valley. Auf dem Key Summit gibt es einen Naturkundepfad – ein schöner, 20-minütiger Abstecher von der Hauptstrecke.

Die Vögel des Routeburn Tracks

Die Vogelwelt in den bewaldeten Gebieten des Routeburn Tracks ist reich und vielfältig. Einheimische Meisen, Rotkehlchen, Fächerschwänze, Ringeltauben und Schmuckvögel sind hier zahlreich anzutreffen. Von allen Vögeln, die hier leben, gibt es besonders einen, den jeder Wanderer zu sehen hofft – den Kea. Der weltweit einzige alpine Papagei ist ein wunderschöner olivgrüner Vogel mit rotem Unterkleid. Er ist lustig anzuschauen und ein berühmt-berüchtigter Langfinger. Er stibitzt Sandalen, Hüte, Kameras – eigentlich alles was er in den Schnabel bekommt.

Kurz oder lang

Der Routeburn Track ist nicht für die Wintermonate geeignet – es gibt 32 lawinengefährdete Abschnitte zwischen der Routeburn Falls Hut und den Earland Falls. Man kann hier jedoch das ganze Jahr über Tagestouren unternehmen. Der Abschnitt zwischen Routeburn Shelter und Routeburn Falls Hut ist zu jeder Jahreszeit geöffnet. Genauso bietet sich der Abschnitt zwischen The Divide und den Earland Falls ganzjährig für eine Tagestour an.
Wer länger wandern möchte, kann den Routeburn mit dem Greenstone oder dem Caples Track verbinden.

Weg der Jade

Lange bevor Europäer in Neuseeland ankamen, gingen Mitglieder des Tai Poutini Stammes regelmäßig durch das Routeburn Valley zu einem Jade-Fundort an der Spitze des Lake Whakatipu. Pounamu (Jade) war für Werkzeuge, Waffen und Schmuck hoch geschätzt.
Die ersten Europäer in dieser Region waren die Pioniere David McKellar und George Gunn, die am 9 Juni 1861 den Key Summit bestiegen. In den 1880ern begann hier der Tourismus, Besucher wurden zu Pferd in die Routeburn Flats gebracht und dann zu Fuß hoch auf den Haris Saddle geführt.

Eine Wanderung mit einem Touranbieter buchen

Es gibt eine Reihe von spezialisierten Reiseveranstaltern, die dabei helfen können, persönliche Wanderträume wahr zu machen. Das Angebot reicht von voll geführten Touren bis hin zu reinen Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke; unsere Brancheneinträge bieten für jedes Interesse das passende Wandererlebnis.

Eine unabhängige Wanderung buchen

Wer einen Great Walk alleine wandern möchte benötigt einen Great Walks Pass. Die Gebühren variieren zwischen den einzelnen Wanderwegen. Alle Preise sind aber recht annehmbar, da sie stark subventioniert sind, um möglichst vielen Menschen dieses Erlebnis zu ermöglichen.

Die meisten Great Walks muss man zur Hochsaison vorbuchen, für andere kann man einfach einen Hütten- oder Campingplatz-Pass vor der Wanderung erwerben.

  • Für Milford, Kepler, Routeburn, Heaphy und Abel Tasman listet das Online-System verfügbare Plätze und ermöglicht Buchungen. Hier online buchen
  • Die landesweiten Department of Conservation (DOC) Besucherzentren können Hütten oder Campingplatz-Buchungen vornehmen. Es fällt eine Buchungsgebühr an.
  • Telefon +64-3-249 8514, Fax +64-3-249 8515, E-Mail greatwalksbooking@doc.govt.nz

Mehr Informationen

  • DOC Informationen einschließlich Besonderheiten, Streckenbeschreibung und Unterkünften zum Routeburn Track.
  • DOC Informationen über die 9 Great Walks.
  • Wichtige Sicherheitstipps für Spaziergänge und Wanderungen in der neuseeländischen Natur.