change
 

Heaphy Track

im Kahurangi National Park [auf Englisch]

   
 

Der Wanderweg bietet eine breite Palette unterschiedlichster Landschaften, über Grasebenen zu üppigen Naturwäldern, vorbei an Nikau-Palmen und der tobenden Gischt der West Coast.

www.flickr.com - Bilder von Flickr hochladen

Ihre Fotos

Heaphy Track
Foto: Diana Parr; DOC
Ein Wanderweg voller Gegensätze

Von allen Wanderwegen der Great Walks hat der Heaphy Track die größten landschaftlichen Gegensätze zu bieten, denn jeder neue Abschnitt unterscheidet sich erheblich vom soeben zurückgelegten.

Wenn Sie sich für den Heaphy Track entscheiden, werden Sie auf üppigen Regenwald, subalpines Grasland, raue Berge und nicht zuletzt auf Auwälder und auf zum Surfen einladende Palmenstrände treffen. Vor Ihnen liegen zwar 82km anstrengender Fußmarsch, die häufigen Landschaftswechsel werden Sie jedoch mit Sicherheit für Ihre schmerzenden Füßen entschädigen.

Der Wanderweg liegt im Kahurangi National Park, Neuseelands zweitgrößtem Nationalpark. Seine Berglandschaft ist nicht nur für Geologen überaus interessant. Ein Großteil der Berge ist aus Sedimenten entstanden, die sich im Meer ablagerten und dann gefaltet, gehoben und schließlich von Gletschern abgeschliffen wurden. Teile der Bergregion bestehen aus Kalkstein oder Marmor, diese Gebiete zeichnen sich durch zahlreiche Höhlen, Felsvorsprünge, natürlich entstandene Bögen sowie Dolinen und ausgewaschene Felsvorsprünge aus. Der Park beherbergt Neuseelands größtes Höhlensystem, in dem das mit 540 Millionen Jahren älteste Fossil des Landes gefunden wurde.

Hauptvideo

Zurück zum Hauptvideo

Ähnliche Videos

Ihre Videos

Heaphy Beach Landing
Video von: grozny1965 wohnhaft in YouTube [auf Englisch]

walking_video_caption


Astounding rockscapes are a feature of the park.
Foto: Department of Conservation
Außergewöhnliche Momente

Wenn Sie, wie die meisten Wanderer, den Weg von Osten nach Westen zurücklegen, werden Sie an Tag 1 als erstes den Aufstieg zum 915m hohen Perry Sattel meistern. Belohnt werden Sie mit einer atemberaubenden Aussicht und einem erfrischenden Bad im nahe gelegenen Gorge River - eine echte Herausforderung, aber jede Müdigkeit ist wie weggewischt wenn sie den Fuß in das eiskalte Nass getaucht haben.

Nach dem Fußmarsch durch die Graslandschaft zur Gouland Downs-Hochebene wird der „boot pole" sicher ein Lächeln auf Ihr Gesicht zaubern. Hier finden sich die verschiedensten Schuhe, die von den Wanderern über die Jahre zusammengetragen und dort gesammelt wurden. Vielleicht möchten Sie ja auch einen Ihrer Wanderschuhe beisteuern? Am „boot pole" befinden sich ebenfalls zahlreiche Kalksteinaufschlüsse, in denen Sie Höhlen und Wasserfälle entdecken können. Greifen Sie zur Taschenlampe, vielleicht gelingt es Ihnen ja, eine Webspinne in der Höhle aufzustöbern.

Der Abschnitt entlang des Heaphy River ist zauberhaft schön - gemächlich legen Sie den Weg am Flussufer zurück, umgeben von Kowhai Regenwald, Kohlpalmen und Nikaupalmen. Ein kleiner Umweg zu einem der größten Rata-Bäume Neuseelands lohnt in jedem Fall.

Bezaubernde Flora

Aufgrund seiner Vielfalt an Pflanzenarten nennt man den Heaphy Track auch den „flora walk", den „Blumen-Wanderweg". Eine Kamera mit einem guten Makro-Objektiv erweist sich hier als hervorragender Reisebegleiter.

In den subalpinen Gebieten schmücken Gänseblümchen die Grashügel; in den Wäldern heben rieselnde Flussläufe weiche Mooskissen sanft hervor, neben den Bäumen wachsen winzige Orchideen; an der Küste verleihen Flachsbüsche und Nikaupalmen der Seelandschaft tropisches Flair. Mit jedem Höhenmeter den Sie zurücklegen können Sie beobachten, wie sich der Wald verändert.

Kiwi - a nocturnal, flightless bird
Foto: Tourism New Zealand
Spannende Tierwelt

Der Kahurangi Nationalpark ist die Heimat des Kiwi, der wie alle Vertreter seiner Art nachts auf Nahrungssuche geht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie einen Kiwi zu Gesicht bekommen, aber mit ein wenig Glück werden Sie eines dieser flugunfähigen Exemplare hören können, wenn Sie nachts in Ihrer Hütte ruhen.

Desweiteren hat der Park einige faszinierende Insektenarten zu bieten- Höhlenspinnen sowie Weta und Powelliphanta, die fleischfressenden Landschnecken. Die Suche nach Schnecken mag wenig verlockend erscheinen, aber die Powelliphanta -Riesenschnecke ist die Mühe wert. Halten Sie in der Nähe von Kalksteinaufschlüssen nach ihr Ausschau, dort hält sie sich meist auf, denn hier findet sie den für ihr Riesengehäuse benötigten Kalk.

Lang- und kurzschwänzige Fledermäuse haben im Nationalpark ebenso ihre Heimat. Wenn Sie eine von ihnen entdecken, teilen Sie dies bitte am Ende der Wanderung der Abteilung für Naturschutz mit. Die Sichtung von Fledermäusen ist immer etwas besonderes!

Die braunen und flugunfähigen Weka-Waldhühner halten sich hin und wieder nahe der Hütten und auf den Lagerplätzen auf. Während der Nistzeit kann es schon einmal vorkommen, dass sie sich mit den Socken der Wanderer oder verschiedenen glänzenden Gegenständen aus dem Staub machen. Sie können sich also ungefähr ausmalen wie das Nest eines solchen Waldhuhns aussehen mag!

Den Jadesammlern auf der Spur

Der Weg, der sich an den Heaphy Track anschließt wurde als erstes von den Pounamu (Jade)-Jägern der Maori auf der Reise von der Golden Bay zu den Pounami-Flüssen im Westland beschritten. Pounamu, also Jade, war sehr begehrt, ließen sich doch daraus hervorragend Werkzeuge, Waffen und Schmuck herstellen.

Der schwierigste Teil ihrer Reise war die Küste nördlich der Mündung des Heaphy River. Mit Hilfe von Leitern aus Flachs und Wein umrundeten sie die die schroffen Klippen - ein überaus gefährliches Unterfangen. Charley Heaphy, ein Konstrukteur und Bauzeichner bei der New Zealand Company, benutzte einige der Leitern bei einer Entdeckungsreise mit den Maori entlang der Westküste. In seinem Tagebuch schreibt er: „Die Klippen stehen leicht über und die Leitern sind so gut wie senkrecht. Einige Kormorane, die ihre Nester in den Felsspalten hatten, schrieen und kreischten empört über unser Eindringen. Als einige der bereits ziemlich verkommenen Sprossen der Leiter nachgaben, war unsere Situation alles andere als angenehm."

 

Wetter im Gebiet

  • HeuteFine -2°|11°
  • Di Fine -2°|12°
  • Mi Fine -1°|11°
  • Do Partly cloudy 1°|12°
Metservice