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Lake Waikaremoana Track

im Te Urewera National Park [auf Englisch]

   
 

Eine Reise in die zauberhafte grüne Welt um den atemberaubenden Lake Waikaremoana herum. Der Wanderweg führt Sie durch unberührten Regenwald, aufgeforstetes Buschland, Feuchtgebiete, Binsen, Graslandschaften und einen magischen „Feenwald".

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Lake Waikaremoana
Foto: Tourism Eastland Inc
Die geheimnisvolle grüne Welt

Auf dem „Lake Waikaremoana Track" findet man die größte Fläche Naturwald der Nordinsel. Dieses Gebiet ist seit jeher die Heimat des Stammes der Ngai Tuhoe- die „Kinder des Nebels". Hier gibt es sagenumwobene Lebewesen, die patupaiarehe, von denen man sagt, sie hätten die Frauen der Maori-Krieger auf wundersame Weise verschwinden lassen. Lassen sie sich von dem geheimnisvollen Wald verzaubern, in dem man fast die Flötenklänge und das verschmitzte Lachen der Zauberwesen zu hören glaubt.

Der Lake Waikaremoana Track liegt inmitten des Te Urewera Nationalparks und führt hauptsächlich am Ufer des weitläufigen Sees entlang. Eine Wandertour dauert 3 - 4 Tage und führt Sie durch unberührten Regenwald, aufgeforstetes Buschland, Feuchtgebiete, Binsen, Graslandschaften und einen magischen „Zauberwald". Darüber hinaus können sie atemberaubende Flüsse, Wasserfälle und geheimnisvolle, nebelverhangene Täler entdecken.

Der Aufstieg zu den Panekire Bluffs stellt zwar die härteste Strecke der Wanderung dar, jedoch wird man für die Anstrengung mit einem herrlichen Panoramablick über den See, die Wälder und die schier endlose Gebirgskette ausgiebig belohnt.

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Lake Waikaremoana 2
Video von: ashleybryant007 wohnhaft in YouTube [auf Englisch]

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Üppiger Naturwald und reiche Vegetation

Ein Großteil des Gebietes um den Lake Waikaremoana wird von kleinblättrigen, einheimischen Buchen bedeckt. In den unteren Lagen findet man vornehmlich Rotbuchen, in den oberen Silberbuchen. Es ist fast ein magischer Augenblick, wenn man den „Zauberwald" zum ersten Mal betritt. An den gekrümmten, ineinander verschlungenen und durch Wind und Schnee gegerbten Silberbuchen wachsen Flechten und Moos.

Waikaremoana - view
Foto: Tourism Eastland
Sobald man die Landspitze zwischen den beiden Auslegern des Sees überquert, ragen Rimu-Bäume über die Rotbuchen. Charakteristische Merkmale der Rimu-Bäume sind ihre herabhängenden Zweige und ihre langen, stacheligen Blätter. Hier wachsen auch andere einheimische Baumarten wie beispielsweise Miros, Matais, Totaras, Ratas, Tawas und eine Reihe von Baumfarnen. Botanik-Liebhaber sollten mit einem Buch über die einheimischen Bäume Neuseelands unterwegs sein, um die verschiedenen Arten identifizieren zu können.

In den halb-geschützten Stellen an den Ecken des Sees kann man weitflächige Feuchtgebiete, Binsen, Riedgras und Graslandschaften entdecken. Zwischen den Feuchtgebieten und den Wäldern gedeihen niedrig wachsende Büsche und Lein.

Der See der kleinen Wellen

Vor über 2000 Jahren, lange bevor die Menschen Neuseeland besiedelten, blockierte ein riesiger Bergrutsch eine enge Schlucht. Daraufhin überflutete der Waikaretaheke River eine Gruppe Täler. Der daraus entstandene Lake Waikaremoana ist mit einer Oberfläche von 54 m² und einer Tiefe von 256 Metern der größte und tiefste der Nordinsel.

In der Sprache der Maoris bedeutet Waikaremoana „See der kleinen Wellen". Die verschiedenen Stimmungen des Sees lassen sich beim Wandern gut erkennen: die Oberfläche ist lebhaft und gekräuselt, wenn der Wind weht; so glatt wie ein Spiegel an den geschützten Auslegern.

Im Sommer lädt der See zu einem erfrischenden Bad ein. Und gerade weil er einen prägnanten Bruch zur übrigen Landschaft darstellt, ist man fast während der gesamten Wanderung von der Panoramasicht auf die nebel-verhangenen Berge verzaubert.

Eine bunte Vielfalt an Vogelarten

Der Te Urewera Nationalpark bietet einen kleinen Einblick in die Vogelwelt, die in Neuseeland einst heimisch war. Hier hat fast jede Art der einheimischen Vogelwelt der Nordinsel ihre Vertreter.

Kereru, the native wood pigeon
Foto: Ian Trafford
Oft kann man Kereru-Tauben (Ringeltaube), erkennbar an ihrem weißen Bauch und metallisch-grünem Gefieder, beobachten. Manchmal fressen die Kereru überreife Beeren und bekommen einen kleinen Schwips; dies führt zu falsch genommenen Flugbahnen, verfehlten Landungen und dem gelegentlichen Sturz vom Ast.

Der melodische Ruf des Tui folgt Ihnen, wohin Sie auch gehen. Dieser mittelgroße Vogel besitzt ein dunkles, metallisch glänzendes Gefieder und ein Büschel weißer Haare an der Kehle. Verspielte Fächertauben flitzen auf dem Weg hin und her und verfolgen kleine Insekten, die von den Füßen der Wanderer aufgescheucht werden. Graue Stockenten und Paradieskasarken leben am Ufer des Sees und im geschützten Uferland des Sees findet man Eisvögel und Weißwangenreiher.

Bei Tagesanbruch und in der Abenddämmerung stimmt jeder Vogel des Waldes in das große Vogelorchester mit ein; nachts kann man den charakteristischen „more-pork"- Lauten der einheimischen Waldeule oder den Klängen des Kiwis lauschen. Das Department of Conservation und eine einheimische Maori-Vereinigung, die sich für den Erhalt des Kiwis einsetzen, arbeiten daran, die Population der eingeführten Fressfeinde zu kontrollieren und die örtliche Kiwi-Bevölkerung zu erhöhen.

Andere Aktivitäten im Te Urewera Nationalpark

InTe Urewera gibt es auch einige kürzere Wanderstrecken. Sie reichen vom relativ anstrengende Ruapani-Rundweg (6 Stunden) bis hin zum leichten Spaziergang zu den faszinierenden Aniwani-Wasserfällen (20 Minuten). Für ein Abenteuer unter Tage können sich Besucher auf den Höhlenwanderweg Onepoto-Caves begeben.

Am Waikaremoana-See kann man Kajaks und Kanus leihen. Besucher können auch eine Angellizenz erwerben und sich Bach- und Regenbogenforelle frisch aus dem See angeln. Am kleineren Waikareiti-See vermietet das Department of Conservation Ruderboote.

Kinder des Nebels

Die Tuhoe leben seit Hunderten von Jahren in der Te Urewera-Region und sind spirituell tief mit dem Land verbunden.

Nach einer Maori-Legende stieg die himmlische Nebelfrau Hine-pukohu-rangi vom Himmel auf die Erde herab und verführte den Berg Te Maunga; daraus entstand der gemeinsame, irdische Sohn Tuhoepotiki dessen Nachfahren die Tuhoe sind.

Als Europäische Siedler in Aotearoa/Neuseeland ankamen, fühlten sich die Tuhoe aufgrund ihres abgeschiedenen und rauen Landes weniger bedroht als andere Stämme. Schließlich wurde die Gegend dann zu einem Zufluchtsort zweier prominenter antikoloniale Regierungsgegner - den Maori Guerillia-Anführer Te Kooti und später den Propheten Rua. Die letzten Kriegshandlungen, die Teil der Neuseeländischen Landkriege zwischen den Maori und den Pakeha (Europäer) waren, fanden höchstwahrscheinlich 1872 in Te Urewera statt. Bis 1930 gab es keine öffentliche Straße und erst 24 Jahre später wurde der Nationalpark gegründet.

Die Abgeschiedenheit und der Respekt der Tuho für ihre Wälder, Berge, Flüsse und Seen haben Förster und Farmer aus Te Urewera ferngehalten. Entdecken Sie ein blühendes Kleinod intakterNatur!

 

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