Milford Track |
|||||||||||||||
Der berühmteste Wanderweg Neuseelands begeistert Besucher seit mehr als 100 Jahren. Die Alpen- und Fjordlandschaft hat sich seit damals kaum verändert und ist so schön wie eh und je.
www.flickr.com - Bilder von Flickr hochladen
|
|||||||||||||||
![]() Foto: Destination Fiordland |
|
Eine geführte Wanderung über die 53 Kilometer lange Strecke dauert fünf Tage und vier Nächte, eine Tour auf eigene Faust in der Regel einen Tag und eine Nacht weniger. Man läuft den Track immer von Süden nach Norden, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Zum Übernachten gibt es drei öffentliche Hütten und drei private Lodges auf dem Weg; Campen ist strengstens verboten.
walking_video_caption
Die ersten zweieinhalb Tage geht es nur bergauf. Der Anfangspunkt der Strecke liegt auf 200 Metern über dem Meeresspiegel und führt dann hoch auf den MacKinnon Pass auf 1069 Meter. Je mehr man sich dem Pass nähert, desto enger werden die Serpentinen, in denen sich der Weg den Berg hochschlängelt. Bei einer Verschnaufpause oben auf dem Gipfel des Passes kann man dann die atemberaubende Aussicht über das Clinton Valley genießen. Im Norden liegen das Arthur Valley und der Milford Sound - dieser Ausblick ist nur so gespickt mit Bergspitzen.
Am dritten oder vierten Tag des Tracks gelangt man zu den Sutherland Falls. Der 580 Meter hohe Wasserfall stürzt in drei Stufen hinab aus dem Lake Quill, in den mehrere Gletscher fließen. In der World Waterfall Database, einer privat geführten Datenbank zum Vergleich aller Wasserfälle weltweit, erhielten die Sutherland Falls in der Landschaftswertung 95 von 100 Punkten und in der Bewertung der Imposanz 35 von 35 Punkten. Weitere lohnenswerte Wasserfälle entlang des Tracks sind die Hirere Falls (420 Meter) und die Dudleigh Falls.
![]() Foto: David Wall |
|
Die Stadt Te Anau am Ufer des gleichnamigen Sees ist das Tor zum Fiordland Nationalpark und zum Milford Track. Großartige Restaurants und qualitativ hochwertige Quartiere in einer bemerkenswerten alpinen Landschaft machen Te Anau zu einem überaus ansprechenden Ort, um sich auf den Milford Track vorzubereiten (bzw. davon zu erholen). Weitere Aktivitäten der Region sind unter anderem Pferdetrecks, eine Besichtung der Glühwürmchenhöhlen („glowworm caves") nächtliche Skysafaris, Fjordrundfahrten und Seekajaktouren.
Der Milford Track führt durch das Clinton und das Arthur Valley, die durch den MacKinnon Pass getrennt sind. Diese U-förmigen Täler wurden während der letzten Eiszeit, die vor ca.14.000 Jahren endete, von Gletschern geformt.
Die Strecke wurde 1888 von Quintin MacKinnon entdeckt und die erste Wanderung auf diesem Track dauerte zwei Jahre. Zu Beginn war MacKinnon höchstpersönlich einer der schillerndsten Führer. In seinem Segelboot „Juliet" schipperte er Reisgruppen zum Ende des Lake Te Anau, führte sie dann hoch über den MacKinnon Pass rüber zum Lake Ada, wo sie ein anderes Boot zu einem Gästehaus am Milford Sound brachte. MacKinnon war berühmt für seine Pompolonas (eine Art Brötchen aus der Pfanne) sowie für seinen Eintopf aus Papagei und Taube.
Im Laufe der Jahre wurde der Milford Track durch Brücken und Holzstege aufgebessert, die es den Reisenden ermöglichen bei fast jedem Wetter hier zu wandern.