change
 

Rakiura Track

im Rakiura National Park [auf Englisch]

   
 

Fast uneingeschränkt regiert die Natur Auf der Stewart Island. Genießen sie friedliche, vom Vogelgezwitscher erfüllte Landschaften, die sich in den letzten Tausend Jahren kaum verändert haben.

www.flickr.com - Bilder von Flickr hochladen

Ihre Fotos

Stewart Island coast
Foto: Rob Brown
Eine ganz eigene Welt

Stewart Island ist ein friedvolles und einsames Fleckchen Erde, dessen Lebensraum sich in Tausenden von Jahren kaum verändert hat. Tagsüber folgen Sie dem Rhythmus des Wanderpfades, nachts werden Sie vom „more pork"-Ruf des Ruru, dem Neuseeland-Kuckuckskauz, und dem gelegentlichen Schrei eines Kiwis in den Schlaf gelullt. Wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen, hat die unglaublich frische Luft ihr Übriges getan - Sie fühlen sich wie neugeboren. Diese Reise auf der unteren Erdhälfte bietet Ihnen eine unvergleichliche Erholung.

Kurzportrait der Strecke

Der Rakiura Track ist ein 36 Kilometer langer Rundweg. Er folgt der Küstenlinie, schlängelt sich über einen stark bewaldeten Gebirgskamm und führt an der geschützten Küste von Paterson Inlet entlang. Teile der Strecke liegen auf Maoriland und der Zugang ist der Freundlichkeit der Besitzer zu verdanken. Im Schnitt braucht man für diesen Wanderweg etwa drei Tage.

Ein Großteil des Tracks wird auf einem Pfad aus Holzstegen zurückgelegt, so dass man nicht heillos im für Stewart Island typischen tiefen Schlamm versinkt. Zum Übernachten gibt es zwei Hütten und drei Zeltplätze auf dem Wanderweg. Sie können den Weg in beide Richtungen und zu jeder Jahreszeit laufen; lassen Sie sich nicht vom Winter abschrecken - er ist hier bemerkenswert mild und das Wetter ist überaus beständig.

Hauptvideo

Zurück zum Hauptvideo

Ähnliche Videos

Ihre Videos

Stewart Island, New Zealand
Video von: donwholio wohnhaft in YouTube [auf Englisch]

walking_video_caption


Strand, Küste und Wald

Wunderschöne unberührte Strände sind ein besonderes Highlight dieser Strecke. Am Maori Beach befand sich einst ein Maori-Dorf und eine Sägemühle. Die Natur hat sich diesen Platz zurückerobert, aber man kann hier immer noch diverse interessante Überbleibsel von damals entdecken. Muscheln suchen macht an diesem Strand ebenfalls viel Spaß, denn hier kann man ganz besondere und seltene Muschelarten finden.

Der Wald, der vom mittleren Abschnitt des Rakiura Tracks aus zu sehen ist, besteht überwiegend aus Rimu- und Kamahibäumen, aber man findet hier auch Baumfarne, Bodenfarne und herrlich blühende Orchideenarten. Das Vogelgezwitscher in der Luft ist bezaubernd - eine Symphony aus Schmuckvögeln und Tuis, mit dem gelegentlichen Krächzen des Kakas als Zugabe.

Der südliche Abschnitt des Tracks führt an Paterson Inlet vorbei, dem größten Hafen der Insel. Die Bucht reicht 16 Kilometer von der offenen See ins Landesinnere und umschließt 20 Inseln. Das Wasser der Bucht ist ungemein klar, da die Vegetation von Stewart Island noch völlig intakt ist; nur wenig Sediment bröckelt hier ins Meer. Paterson Inlet ist ein schmaler Meeresarm - ein ehemaliges Flussbett, das heute vollständig vom Meer überflutet ist.

Eine Reise durch das Vogelparadies

Auf Stewart Island leben nur wenige Menschen, dafür umso mehr Vögel. Die menschliche Einwohnerzahl beläuft sich auf unter 400. Der immense, überwiegend aus Steineibengewächsen bestehende Wald der Insel ist ein Paradies für einheimische Vogelarten. Es gibt mehr als 100 verschiedene Arten auf der Insel, darunter so seltene einheimische Vögel wie der Kokako, der Sattelvogel, der Schnäpper und das Gelbköpfchen.

Der braune Kiwi von Stewart Island, auch als Streifenkiwi bekannt, ist eine von sechs unterschiedlichen Kiwiarten. Kiwis sind flugunfähig und überwiegend nachtaktiv. Streifenkiwis sind jedoch tag- und nachtaktiv. Laut Schätzung leben ca. 20.000 Kiwis auf Stewart Island. Das heißt aber noch lange nicht, dass man auch wirklich einen zu Gesicht bekommt, da Kiwis sehr menschenscheu sind. Es gibt jedoch örtliche Veranstalter, die Touren nach Ocean Beach anbieten, wo sich die Vögel gerne aufhalten, um Strandflohkrebse zu verspeisen.

Was die Seevögelvielfalt angeht, ist Stewart Island wahrlich gesegnet. Albatrosse, Schwarzbrauenalbatrosse, Walvögel, Sturmvögel, Kormorane, Möwen, Raubmöwen, Seeschwalben, Basstölpel und Zwergpinguine sind hier oft gesehene Gäste. Während der Brutzeit trifft man hier auch immer wieder auf große Kolonien von Dunklen Sturmtauchern. Des Weiteren leben hier sogar größere Pinguinarten - wie beispielsweise der Felsenpinguin, der Dickschnabelpinguin, der Gelbaugenpinguin und der Snaresinselpinguin.

Das Watt von Paterson Inlet beheimatet außerdem eine Vielzahl verschiedener Wattvögel, unter anderem Neuseeland-Regenpfeifer, Austernfischer, Reiher und Schnepfen.

Halfmoon Bay, Stewart Island
Foto: Gareth Eyres
Was man sonst noch machen kann

Zwar sind Wandern und Vogelbeobachten die Hauptattraktionen von Stewart Island, aber die Insel ist inzwischen auch ein beliebter Ort zum Tauchen, Seekajak fahren und Fischen geworden. Die Stadt Halfmoon Bay hat alles, was Reisende brauchen, um glücklich zu sein und die Bewohner der Insel sind berühmt für ihre Freundlichkeit. Wie vielleicht schon vermutet, besteht die Küche von Stewart Island überwiegend aus Fisch und Meeresfrüchten - frisch gefangener Sandbarsch steht hier auf jeder Speisekarte.

Die Geschichte der Maori

Viele hundert Jahre vor Ankunft der europäischen Siedler wurde Stewart Island von Maori-Siedlern bewohnt. Neben Fisch und Meeresfrüchten bot ihnen die Insel eine ganz besondere Delikatesse - den Titi (Dunkler Sturmtaucher), den man auch heute noch gerne genießt.

Der ursprüngliche Name der Insel Te Punga O Te Waka a Maui bedeutet übersetzt etwa „Anker von Maui’s Kanu". Laut der maorischen Mythologie war Stewart Island der Anker für Maui’s Kanu (der maorische Name für die Südinsel Neuseelands), während Maui seinen riesigen Fisch fing (die Nordinsel).

Die Maori haben die Insel auch Rakiura genannt, was „Glühende Himmel" bedeutet und sich wahrscheinlich auf die glühenden Sonnenauf- und untergänge oder auf das nächtliche Glühen des südlichen Polarlichts (Südlicht) bezieht.

Die letzten 150 Jahre

Im 19. Jahrhundert zogen auch etliche europäische Entdecker, Robbenfänger, Missionare, Minenarbeiter und Siedler zu den Maori auf die Insel. Dann kamen Holzmüller, Bootbauer und Fischer dazu. Der letzte große Einwandererstrom kam in den 1920er Jahren, als eine Gruppe norwegischer Walfänger auf der Insel ankam. Viele von ihnen beschlossen für immer zu bleiben und wurden so Teil des faszinierenden Nationalitätengemischs auf Rakiura. Einige der Häuser, die die ersten norwegischen Walfänger gebaut haben, sind auch heute noch bewohnt - man erkennt sie leicht an ihrer besonderen alpinen Architektur.

Zu Beginn gab es Siedlungen um ganz Paterson Inlet herum, am Kopf der Halfmoon Bay und der Horseshoe Bay sowie am Port William und Port Pegasus. Heute wohnt der Großteil der Bevölkerung in der Stadt Halfmoon Bay (auch bekannt als Oban) und der Schwerpunkt der örtlichen Industrie hat sich weg von der Ausbeutung hin zur Bewahrung der Natur verlagert.

 

Wetter im Gebiet

  • 09. Jul 2008Partly cloudy 0°|11°
  • Do Fine 1°|12°
  • Fr Showers 4°|13°
  • Sa Rain 4°|13°
Metservice