Routeburn Track |
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Dieser Wanderweg bietet hoch aufragende Berggipfel, breite Täler, Wasserfälle sowie kristallklare Seen und verbindet den Mount Aspiring Nationalpark mit dem Fjordland Nationalpark.
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Lange vor Ankunft der Europäer in Neuseeland wanderten bereits die Tai Poutini iwi regelmäßig durch das Routeburn Valley, um zu den Pounamuvorkommen am anderen Ende des Lake Wakatipu zu gelangen. Pounamu, eine Art Jade, war ein sehr beliebtes und wertvolles Material für Werkzeuge, Waffen und Schmuck.
Die ersten Europäer, die dieses Gebiet erforschten, waren die Pioniere David McKellar und George Gunn, die am 9. Juni 1861 den Gipfel des Key Summit erklommen. Der Tourismus begann um 1880 herum - Besucher wurden mit Pferden in die Routeburn Flats gebracht und dann zu Fuß zum Harris Saddle geführt.
Der lange Aufstieg zum Harris Saddle, dem höchsten Punkt des Wanderwegs, ist jeden einzelnen Schritt wert. Der wunderschöne Lake Harris empfängt Sie mit seinem erfrischenden Wasser, dessen Farbe je nach Wetterlage von tief blau zu schiefergrau wechselt. Neben dem Lake Harris verbergen sich in den Furchen und Spalten des Bergsattels noch viele weitere kleine Gebirgsseen.
Der Harris Shelter befindet sich inmitten von Bergen - dem Darren Range, Mount Madeline (2537 m) und Mount Tutoko (2746 m), um nur ein paar davon zu nennen. Vom Shelter führt ein kleiner Pfad hoch auf den Conical Hill (1515 m), von wo aus man einen beeindruckenden 360° Panoramablick hat.
![]() Foto: Tourism New Zealand |
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Bemooste Wälder, rauschende Flüsse und plätschernde Wasserfälle sind bereits ein Hinweis darauf, dass es in diesem schönen Flecken Erde eine Menge regnet. Das sollte jedoch nicht als Hinderungsgrund angesehen werden - der Routeburn übt bei jedem Wetter eine magische Faszination aus. Ein Regentag ist sogar fast noch besser als ein Sonnentag, da die Wasserfälle dann noch atemberaubender aussehen.
Hängebrücken sorgen für ein flaues Gefühl in der Magengegend beim Überqueren diverser Flüsse und Bäche. Besonders bemerkenswert ist der Israeli Creek, der nach einem israelischen Paar benannt wurde, das sich beim Überqueren eines nahe gelegenen unerforschten Passes verlaufen hat und einige Zeit auf einem Felsvorsprung über dem Bach gefangen war.
Am südlichen Ende des Wanderwegs bietet der Key Summit einen atemberaubenden Blick auf die Humboldt und Darren Mountains. Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 14.000 Jahren endete, bewegte sich hier ein riesiger Gletscher hinunter in das Hollyford Valley und legte eine 500 Meter dicke Eisschicht über den Key Summit. Eisige Ausläufer reichten dabei auch ins Eglinton Valley und ins Greenstone Valley. Auf dem Key Summit gibt es einen Naturkundepfad, der ein 20minütiger Umweg von der Hauptstrecke ist.
![]() Foto: Ian Trafford |
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Die Vogelwelt ist in den bewaldeten Gebieten des Routeburn Tracks überaus reich und vielfältig. Einheimische Maorischnäpper, Fächerschwänze, Ringeltauben und Schmuckvögel sind hier zahlreich anzutreffen. Aber von all den Vögeln, die hier leben, gibt es einen, den jeder Wanderer zu sehen hofft - den Kea. Der einzige alpine Papagei weltweit ist ein wunderschöner olivgrüner Vogel mit rotem Unterkleid. Er ist lustig anzuschauen und berühmt-berüchtigt für seine Angewohnheit Sachen zu stehlen, wie beispielsweise Sandalen, Hüte, Kameras und alles andere, was er in den Schnabel bekommt.
Der Routeburn Track ist kein Weg, den man in den Wintermonaten wandern sollte - es gibt 32 lawinengefährdete Abschnitte zwischen der Routeburn Falls Hut und den Earland Falls - trotzdem kann man das ganze Jahr über hier einzelne Tagestouren machen. Der Abschnitt zwischen dem Routeburn Shelter und der Routeburn Falls Hut ist das ganze Jahr über problemlos begehbar. Genauso ist der Abschnitt zwischen The Divide und den Earland Falls ganzjährig optimal für eine Ein-Tages-Tour geeignet.
Wer länger Wandern möchte, kann übrigens den Routeburn Track mit dem Greenstone oder dem Caples Track verbinden.