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Tongariro Northern Circuit

im Tongariro National Park

   
 

Dieser außergewöhnlich schöne Wanderweg verläuft um den Mount Ngauruhoe, einen aktiven Vulkan im Tongariro Nationalpark und lockt den Besucher unter anderem mit Vulkankratern und Lavaflüssen.

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Wanderer auf dem Tongariro Crossing - click for more.
Wanderer auf dem Tongariro Crossing
Abenteuer am Vulkan

Die Wanderung um einen aktiven Vulkan ist wahrscheinlich eines der denkwürdigsten Ereignisse im Leben; dieses Erlebnis kann wahrscheinlich einzig und allein nur dadurch übertroffen werden, wenn man anschließend den Gipfel dieses Vulkans besteigt.

Der Tongariro Northern Circuit führt um den Kegel des Mount Ngauruhoe - der in seiner Form perfekteste Vulkankegel innerhalb des Tongariro Nationalparks. Ngauruhoe verzeichnet zwar im Moment keine Tätigkeit, ist aber trotzdem mit 61 Ausbrüchen seit 1839 der aktivste Vulkan Neuseelands.

Der Wanderweg ist insgesamt 41 Kilometer lang und kann in drei bis vier Tagen bewältigt werden. Am ersten Tag folgt man dem berühmten Tongariro Alpine Crossing, der wahrscheinlich bekanntesten Strecke für eine Tageswanderung in Neuseeland. Wenn Besucher also keine Zeit haben, den gesamten Rundweg zu wandern, bietet sich hier eine gute Gelegenheit für einen Ein-Tages-Ausflug.

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Tongariro Northern Circuit Tramp Day 3
Video von: sjholtam wohnhaft in YouTube [auf Englisch]

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  Vulkane im Tongariro Nationalpark - click for more.
Vulkane im Tongariro Nationalpark im Zentrum der Nordinsel.
Eine Reise ins Kraterland

Man kann sich wahrscheinlich vorstellen, dass bei dem Tongariro Northern Circuit die Vulkane und die damit verbundene Landschaft im Vordergrund steht. Die Wanderer können dabei Krater, Lavaströme, Pit-Krater und Schwaden heißen Wasserdampfes erleben. Durch die seltsamen Gerüche, fremdartigen Farben und das Knirschen des Vulkangesteins unter den Füßen bekommt man fast das Gefühl, auf einem fremden Planeten gelandet zu sein.

Der Red Crater ist ein Höherpunkt der Vulkanwanderung, der Sie mit Sicherheit zu vielen Fotos anregen wird. Hier gab es 1897 und 1926 Ascheeruptionen. Momentan zeugen nur die rauchenden Fumarolen von einer vulkanischen Aktivität - diese Schwefelwasserstoffemissionen haben einen eigenen Geruch, der an verdorbene Eier erinnert. Auf der äußeren Seite des Kraters sieht man einen großen Lavaberg - ein Schlot, durch den der Vulkan damals Magma spie. Der North Crater ist ein erkalteter Lavasee; man kann sich sehr gut vorstellen, wie er aussah, bevor er abkühlte.

Die Lavaflüsse und die zerklüfteten Gesteinsformationen, die man während der Wanderung sieht, entstanden bei spektakulären Ausbrüchen Feuer spuckender Vulkane. Ngauruhoe mochte es damals schon heiß! Die letzten Lavaflüsse sind mittlerweile schwarz und stammen von Ausbrüchen aus dem Jahr 1949 und 1954.

Vielfarbige Seen

In der Vulkanlandschaft glitzern mit Wasser geflutete Pitkrater in unerwarteten Farben. Das farbige Wasser der ungefähr vor 1800 Jahren entstandenen Emerald Lakes gründet sich auf entweichende Vulkangase und Sickerungen von den umgebenden Felsen. Über dem See schwebt heißer Wasserdampf, der verantwortlich für den Schwefelgeruch ist.

Der Blue Lake ist kalt und säurehaltig. Er wird von den Maori als tapu (heilig) betrachtet und liegt wie eine Oase in der Vulkanwüste.

Vulkanlandschaft
LEBEN IM SCHATTEN DER VULKANE
LEBEN IM SCHATTEN DER VULKANE Vulkane sind genauso ein wichtiger Teil des einzigartigen neuseeländischen Lebensstils wie eine feuerige Kraft in der neuseeländischen Landschaft.
Kaltwasserquellen

In der Nähe des Tal-Schlusses von Mangatepopo Valley, durch welches man am ersten Tag der Strecke wandert, führt ein kurzer Nebenweg zu den Soda Springs. Hier findet man Feuchtigkeit liebende Wildblumen und eine kleine, funkelnde Quelle, die als Wasserfall über eine bemoost Wand fließt. Diese Gegend bildet einen wunderbar zarten Kontrast zur ansonsten eher kargen Landschaft.

Von der Old Waihohonu Hut am Ende des Wanderwegs kann man einen kurzen Umweg zu den Ohinepango Springs nehmen, die aus einem Felsspalt sprudeln. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie vielleicht einheimische Blue Ducks (Eisvögel); sie besitzen einen charakteristischen weißen Schnabel und ein eis-blaues Gefieder. Wanderer nehmen gerne ein kurzes Bad im Ohinepango Stream - eiskalt, aber sehr erfrischend.

  Kanufahren im Tongariro Nationalpark - click for more.
Ein Kanufahrer bereitet sich darauf vor, an den Tawhai Falls im Tongariro Nationalpark in das Wasser zu tauchen
Auf dem Gipfel der Berge

Die Gipfel von Tongariro (1967 Meter) und Ngauruhoe (2287 Meter) sind eigentlich nicht Teil des Wanderwegs, aber viele Wanderer nehmen sich die Zeit, einen oder beide zu besteigen. Vom Red Crater aus markieren Pfosten die Strecke zum Mount Tongariro (der Auf- und Abstieg dauert ungefähr zwei Stunden). Der Weg zum Mount Ngauruhoe beginnt am Mangatepopo Saddle (der Auf- und Abstieg dauert ungefähr drei Stunden). Mount Ngauruhoe war als Mount Doom in der Herr-der-Ringe-Trilogie zu sehen, insofern läuft man auf diesem Wanderweg tatsächlich durch Mordor.

Von der Spitze des Ngauruhoe hat man das Gefühl, förmlich über die ganze Welt blicken zu können. Man sieht die Nordspitze von Ruapehu, den eingekerbten Pinnacle Ridge und die westlichen Berge von Taranaki, Pihanga und Edgecombe. Im Norden sieht man eine Reihe Seen, wobei der Lake Taupo dabei den Horizont dominiert.

Luxuriöse Nächte

Der Tongariro Northern Circuit beginnt und endet im Dorf Whakapapa, ein Paradies für Wintersportler in der kalten Jahreszeit (im Nationalpark gibt es zwei Skigebiete) und ein Eldorado für Wanderer für Rest des Jahres. Eine Ikone im Dorf ist das Bayview Chateau, eines der berühmtesten denkmalsgeschützten Gebäude Neuseelands. Das Schloss wurde 1929 erbaut und bietet luxuriöse Übernachtung mit hervorragendem Essen - ein idealer Ort, um vor und nach der Wanderung zu entspannen.

Te Heu Heu’s Geschenk an das Land

Das Stammesoberhaupt der Ngati Tuwharetoa, Te Heuheu Tukino IV. schenkte dem Staat Neuseeland 1887 die drei Vulkane, welche den Kern des Tongariro Nationalparks bilden; dadurch wurden die Heiligen Berge in seinem Sinne für alle Zeit geschützt.

Tongariro wurde als erster Nationalpark in Neuseeland gegründet und war der vierte in der Welt. 1993 wurde ihm als erster Park überhaupt der Weltkulturerbestatus zugesprochen, womit gleichermaßen sein natürlicher und auch sein kultureller Wert anerkannt wurden.

 

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