Whanganui Journey |
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Wandern Sie den Whanganui River entlang, ohne dabei festen Boden zu berühren. Bei diesem denkwürdigen Abenteuer fahren Sie per Kajak oder Kanu durch einen wild-romantischen Nationalpark.
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![]() Foto: Ben Crawford |
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Die Maori-Legende besagt, dass der Wanganui River entstand, als der Mount Taranaki vor dem Zorn des Mount Tongariro ins Zentrum der Nordinsel floh. Taranaki hatte versucht, Tongariros Ehefrau, die wunderschöne Mount Pihanga, zu verführen. Erzürnt darüber brach Tongariro aus und überzog Taranaki mit flüssiger Lava und heißer Asche. Bezwungen und niedergeschlagen floh Taranaki nach Westen und hinterließ dabei eine tiefe Furche in Richtung Meer, bevor er nach Norden zog und sich an seinem jetzigen Ort niederließ. Klares Wasser floss aus der Seite Tongariros, füllte die Furche und schuf so den Wanganui River.
Die Landschaft rund um den Wanganui River ist rau und abgeschieden. Abschüssige bewaldete Täler bieten sich dem Betrachter so weit das Auge reicht. Unter der schützenden Vegetation und der fruchtbaren Decke aus Vulkanerde besteht der Boden hauptsächlich aus weichem Sandstein und Ton (papa), die vor gerade einmal einer Million Jahren vom Meeresboden hervorgehoben wurden. Über die Jahre haben Wasserläufe das Land durchzogen und Schluchten, scharfe Bergrücken, senkrechte Klippenlandschaften und unzählige Wasserfälle geschaffen. Auf dem Weg flussabwärts des Wanganui River erhebt sich die Landschaft steil nach allen Seiten und erschafft so die Illusion, tief im Herzen des Waldes eingebettet zu sein.
Die Wälder vereinen in sich die Melodien der überaus reichen heimischen Vogelwelt. Der Tag beginnt mit einem Konzert bei Sonnenaufgang, das sich durch den gesamten Tag zieht. Die Kereru (Waldtaube) stürzt sich vom Dach des Waldes, es dauert bis sie genügend Geschwindigkeit hat wieder aufzusteigen um dann erneut geräuschvoll im Blattwerk auf der Suche nach Beeren zu bruchlanden. Man kann sie deswegen auch die Lancaster Bomber Neuseelands nennen.
Die einheimischen Tui mit ihrer glockengleichen Stimme und den rasselnden Hustenlauten, Klicken und Rattern sind mit ihrem schillernden dunkel-metallischen Federkleid und dem weißen Büschel am Hals wirklich auffällig. Graufächerschwänze vollführen auf der Suche nach unsichtbaren Insekten scheinbar unmögliche Luftmanöver, während der Gesang der Rotkehlchen, des Riruriru und der Meisen die Luft erfüllt.
![]() Foto: Blazing Paddles Canoe Adventures |
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An einer Stelle der Tour können Sie das Kanu verlassen und einen einfachen Wanderweg gehen, der Sie eine Brücke im Nichts entdecken lässt. Tief im Wald und völlig isoliert von jeder Zivilisation überspannt diese massive Brücke aus Beton eine große Schlucht. Sie wurde im Jahr 1936 errichtet, um den Zugang zur Mangapura Valley Militärsiedlung zu erleichtern. Da das Gebiet jedoch 1942 wieder geräumt wurde war die Brücke nur 6 Jahre im Einsatz. Heute dient sie als Panorama-Plattform für den Blick über das Blätterdach.
Es ist wirklich einfach, in den Genuss der Naturwunder rund um den Wanganui River zu kommen. Ein-oder Zwei-Personen-Kayaks und Kanadier können in Taumaranui gemietet werden, ebenso das notwendige Equipment. Mehrere Veranstalter bieten interessante geführt Wanderungen an, und auch kürzere Touren mit Abholung an den abgelegenen Rastplätzen durch ein Jet-Boot können gebucht werden.
![]() Foto: Ian Trafford |
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Frühe Maori-Völker entdeckten den Wanganui River und seine Ufer und ließen sich dort nieder. Sie bearbeiteten den fruchtbaren Boden und bauten raffinierte Fallen zum Fangen von Bricken und Aalen. In den Augen der ansässigen Maori wohnt dem Wanganui River bis zum heutigen Tag eine tiefe spirituelle Bedeutung inne.
Europäische Missionare erreichten das Gebiet in den 1840er Jahren und 50 Jahre später versorgten Boote die europäischen Siedler landeinwärts bis Taumaranui. Der Personenverkehr begann zu florieren, als die ersten Touristen durch den Mangel an brauchbaren Straßen Stück für Stück die unglaubliche Schönheit des Flusses entdeckten.
In den 1920er Jahren verbesserten sich die Straßen von und zu den vulkanischen Attraktionen im Zentrum der Nordinsel und der Bootsverkehr ging langsam zurück. Die Landwirtschaft setzte sich in der Gegend durch, was erste Naturschutzgruppen dazu veranlasste, staatliche Unterstützung zum Schutz von Natur und Umwelt zu fordern. Diesen Anstrengungen entwuchs eine Stiftung für das, was heute der Wanganui Nationalpark ist: 742 km² reine, unberührte Wildnis, durch deren Herz der Wanganui River fließt.
Der Nationalpark hat ebenso zahlreiche Wanderwege zu bieten, von kurzen Spaziergängen bis hin zu mehrtägigen Abenteuern. Auch nach Bach- und Regenbogenforellen können Sie fischen, und ein restauriertes historisches Boot bringt Besucher von Wanganui Stadt zu den unteren Ausläufern des Flusses. Für Eilige steht auch ein Jet-Boot zur Verfügung.