Eigener Anbau
Die Maori ernährten sich von einheimischen Gemüsesorten und brachten auch Gemüse aus Polynesien mit, wie die Kumara (Süßkartoffel). Zum Pflanzen und Ernten wurden verschiedene Werkzeuge verwendet wie Bagger, Spaten und Keulen. Maori aßen auch die Wurzeln von Farnen, die sie mit hölzernen Hämmern pulverisierten. Andere Nahrungsquellen waren Beeren und Puha (ein spinatartiges Gemüse). Maori kauten auch Gum den Harz des riesigen Kauri-Baumes. Gewebte Flachskörbe und -taschen wurden benutzt, um Essen zu transportieren, das oft in einem Pataka, einem Lagerhaus auf Stelzen, aufbewahrt wurde.
Leckeres aus dem Erdofen
Die Maori erfanden eine raffinierte Art des Zubereitens von Essen, das noch heute sehr beliebt und für jeden Besucher ein Muß ist! Das Hangi, oder Umu, ist ein Erdofen, der in einer Grube aufgebaut wird. Spezielle Steine werden ins Feuer hölzerner Stöcke gelegt. Darüber kommt eine Lage mit grünem Flachs, auf dem dann Fleisch und Gemüse zusammen mit weiteren Lagen Flachs geschichtet werden. Der Ofen wird von einer Matte zugedeckt. Dann kommt Wasser auf die heißen Steine, wodurch das Essen gedünstet wird. Das langsame Kochen macht das Fleisch extrem zart, wobei das Holz und der Flachs für einen sehr delikaten, geräucherten Geschmack des Essens sorgen.
Kampffähig
In den Zeiten vor den Europäern waren Kämpfe zwischen den Maoristämmen keine Seltenheit. Um sich vor den Attacken anderer Iwi zu schützen, bauten Maori ein sog. Pa (befestigtes Dorf). Diese Pa wurden häufig an strategisch günstigen Stellen errichtet, wie auf Hügeln und Graten. Die meisten Pa waren geschickt konstruiert, mit Begrenzungen und Gräben, um die Eindringlinge abzuwehren. Viele dieser historischen Pa-Stätten können noch heute im ganzen Land bestaunt werden.
Es waren einmal Krieger
Sowohl vor als auch nach Ankunft der Europäer haben Maori bewiesen, dass sie exzellente Krieger sind. Nur die Männer kämpften und eine der wertvollsten Waffen war die Speer-artige Taiaha. Noch heute machen die Maori bei Feierlichkeiten von dieser meist wunderschön geschnitzten Waffe Gebrauch und ihre Verwendung wurde zu einer höchst anspruchsvollen Form der Kunst. Eine andere fürchterliche Waffe war die Mere (Keule), schön geschnitzt und zum Teil aus Pounamu (Grünstein oder Jade). Ein Krieger mit einem vollständigen Moko (Tattoo) auf dem Gesicht, der ein Taiaha oder Mere schwingt, ist ein wahrlich furchterregender Anblick.
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