Whale Rider

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Der Film Whale Rider berührt Kinogänger weltweit mit seiner großartigen Darstellung der Eastland-Maorikultur. Der Kampf der kleinen Heldin Paikea um Anerkennung und die geheimnisvolle Legende der Einheimischen spricht Menschen jeden Alters und kulturellen Hintergrunds an.

Der Film basiert auf dem Roman von Witi Ihimaera, die in der Region Gisborne geboren wurde und auch dort aufwuchs.

 

„Ich verbrachte meine Jugend in diesem ganz besonderen Teil Neuseelands. Dort gibt es noch viele unberührte und wilde Flecken – man kann sich selbst in den Stränden, Hügeln, Tälern, Bergen und Flüssen verlieren“, meint Witi. „In Waituhu, wo ich geboren bin, lebt man wie in einem Nationalpark.“

Entlang der Küstenstraße, die den Rand von Eastland bildet, gibt es viele kleine Maori-Siedlungen. Die wunderschön geschnitzten Versammlungshäuser stehen nicht nur zur Schau da, sondern werden jeden Tag genutzt. „Die Maori in dieser Region leben ihre Kultur wirklich“, sagt Witi.

Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Maorikultur war für Niki Caro, der Regisseurin des Films, Vorbereitung, um das Drehbuch zu schreiben. Fast ein Jahr lang studierte sie an der Auckland University of Technology 'Te reo' (die Sprache der Maori). Dabei erhielt Niki während ihres Studiums der Sprache und Kultur die Gelegenheit, verschiedene Maraes zu besuchen und zu erleben.

„Es kommt häufig vor, dass bei einer wichtigen Versammlung (,Hui’) der Maori Besucher involviert sind, die auf dem Marae übernachten. Zunächst werden sie auf dem Marae in traditioneller Weise willkommen geheißen – das sog. Powhiri – dann versammelt man sich zu einem Mihi, d.h. man hält eine kleine Rede darüber, wer man ist und woher man kommt, wer die Eltern und Whakapapa (Vorfahren) sind und welche Interessen man hat. Es ist sehr bewegend."

Übernachtungen auf dem Marae geben Besuchern Neuseelands die Möglichkeit, eine authentische Erfahrung mit der Maorikultur zu machen. Tätigkeiten wie die Zubereitung von Essen werden gemeinsam verrichtet, danach isst man zusammen, genießt den Abend bei 'Kapa haka'-Unterhaltung und schläft gemeinsam im Versammlungshaus.

Eine der ergreifendsten Szenen in Whale Rider ist Paikeas Lied während einer Kapa haka Schulaufführung. Der Begriff 'Kapa haka' umfasst eine große Auswahl künstlerischer Darstellungen der Maori – von ruhigen Waiata-a-ringa (Action Songs) und Waiata tawhito (alte Lieder, die von historischen Ereignissen erzählen) bis hin zu Poi-Tänzen (ein Poi ist ein Ball, der mit Hilfe einer Schnur geschwungen wird und dient dem Geschicklichkeitstraining) und dem Haka (Kriegstanz).

Cliff Curtis, der Paikeas Vater Pourourangi spielt, hält den alle zwei Jahre stattfindenden nationalen Kapa Haka Wettbewerb für die ultimative Gelegenheit, um künstlerische Maori-Darstellungen der Spitzenklasse zu sehen. Bis zu 40 Gruppen, einschließlich 1600 erwachsenen Künstlern, treten bei dieser Veranstaltung im Haka, Waiata und Poi gegeneinander an. „Es ist ein tolles Erlebnis für Zuschauer, denn man sieht die Besten der Besten“, sagt Cliff.

Cliff hat außerdem ein anhaltendes Interesse an schönen Künsten der Maori. „Ich habe zwei bedeutende zeitgenössiche Kunstwerke zuhause. Beide habe ich während der Dreharbeiten zum Whale Rider von Toihoukura erstanden.“ Toihoukura ist die Schule der zeitgenössichen Maori-Kunst an der Fachhochschule von Gisborne. Hier werden eine Reihe von Kursen in zeitgenössicher Maori-Kunst und Design angeboten, und die Werke der Studenten werden in der Galerie der Schule zum Verkauf angeboten. Für Besucher der Region Eastland ist ein originales Kunstwerk von Toihoukura ein perfektes Andenken.

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