Whanganui ist eine der ersten Städte, die in Neuseeland gegründet wurden. Whanganui bedeutet „große Bucht“ oder „großer Hafen", angelehnt an den großen Strom dieser Region.

Als Neuseelands ehemals fünftgrößte Stadt können in Whanganui (ehemals Wanganui geschrieben) noch heute die pittoresken historischen Gebäude, weltklasse Museen und gepflegten Gärten, die das Ansehen der Stadt vor über 100 Jahren prägten, ansässig. Die architektonische Schönheit fügt sich wunderbar in die Natur der Umgebung ein. Lasse den Blick schweifen – über den weiten Strom, die schwarzen Sandstrände und die sanften, grünen Hügel, hinter denen Mt. Taranaki und Mt. Ruapehu am Horizont erkennbar sind. 

In Whanganui sind hunderte Künstler ansässig, und die kreative Energie ist allerorten spürbar. Vom Brennofen am einzigen gemeinschaftlichen Glaszentrum Neuseelands bis hin zur renommierten New Zealand Opera School gibt es keinerlei Mangel an künstlerischem Talent. Auch zahlreiche Galerien, Theater, Musikbühnen und zwei eindrucksvolle Kunstmuseen – die Sarjeant Gallery Te Whare o Rehua und das Quartz Museum of Studio Ceramics – sind in Whanganui zu Hause.

Im regionalen Museum werden die beeindruckende Sammlung der Lindauer-Porträts und Māori-Schätze der Region ausgestellt. Zu den ungewöhnlicheren Sehenswürdigkeiten der Region zählt der unterirdische Aufzug zum Gipfel des Durie Hill.

Zu den nennenswerten Events in Whanganui zählen das benzingeladenen Cemetery Circuit Street Motorradrennen, das jährlich Mitte Januar stattfindende Vintage Weekend sowie das Mountains to Sea Multisport-Event, eine 270 Kilometer lange Herausforderung auf Urwaldpfaden und inmitten unvergesslicher Szenerie. Der Mountains to Sea Cycle Trail ist der längste und abwechslungsreichste Radwanderweg Neuseelands.

Doch das wahre Herz dieser Gegend, spirituell wie tatsächlich, ist der Whanganui River – der längste befahrbare Fluss des Landes, und einstmals als „Rhein Neuseelands“ bekannt. In vergangenen Zeiten stellte der Strom eine wichtige Transportroute für Māori und europäische Siedler gleichermaßen dar.

Heute ist der Whanganui Nationalpark wie geschaffen für unvergessliche Flussabenteuer, ob rasant per Jetboot oder, gemächlicher, mit dem Raddampfer. Wer gerne mit dem Kajak oder Kanu unterwegs ist, sollte unbedingt die Whanganui Journey machen – zwischen Taumaranui und Pipiriki geht es durch buschbewachsene Hügellandschaften und lange, enge Schluchten. Von Pipiriki aus starten Jetboottouren zur Bridge to Nowhere - die Brücke wurde 1936 für Pionierbauern gebaut und 1942 dem Verfall preis gegeben.

Es ist in der Tat an der Zeit, auch mal mit dem Strom zu treiben.

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