Leben in Neuseeland

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Alle werden dir versichern, dass Neuseeland dank der Work-Life-Balance, den Naturwundern und dem sicheren Lebensumfeld ein großartiger Ort zum Leben ist.

Die Kiwis werden dich herzlich willkommen heißen, dadurch fällt dir der Neubeginn in einem fremden Land leichter.

Beim Einleben im neuen Land gibt es viel zu organisieren. Hier sind einige praktische Tipps für die ersten Schritte in Neuseeland – von Bankkonten und Steuern über Fortbewegung in Neuseeland bis hin zu Hilfe bei der Wohnungssuche.

Organisation der wichtigsten Dinge für den Anfang

Bankkonten

Am besten eröffnest du direkt nach deiner Ankunft ein Bankkonto in Neuseeland, damit dir dein Gehalt überwiesen werden kann, sobald du einen Job hast. Die meisten Banken in Neuseeland bieten spezielle Unterstützungsdienste, um Einwanderern zu helfen, Bankkonten zu eröffnen, Geld einzuzahlen und ähnliche Dinge zu regeln.

Diesen Prozess kannst du gegebenenfalls sogar schon vor deiner Abreise anstoßen. Die meisten Banken verfügen über ein Online-Formular, über das du vor deiner Anreise ein oder mehrere neuseeländische Bankkonten eröffnen kannst und sogar bereits Geld überweisen kannst. In diesem Formular werden sie dir Fragen wie diese stellen:

• Deine ausländische Steueridentifikationsnummer (FIN, Foreign Tax Identification Number)
• Deine Reisepassnummer
• Dein Ankunftsdatum und deine Aufenthaltsdauer

Wenn du in Neuseeland ankommst, wirst du dein Konto bestätigen müssen, indem du die erforderlichen Dokumente zu einer Zweigstelle deiner neuen Bank bringst. Zu diesen Dokumenten gehören sowohl das Original als auch eine Kopie von:

• Deinem Reisepass
• Einem Nachweis deiner neuen Wohnanschrift wie eine Stromrechnung, ein Bankauszug oder -brief oder ein Arbeitsvertrag.

Einige beliebte neuseeländische Banken

Einige Faktoren, die du beim Auswählen einer Bank berücksichtigen solltest, sind Kontogebühren und wie leicht sich Geld zurück in deine Heimatwährung wechseln lässt, wenn du Neuseeland wieder verlassen willst.

Steuern und die IRD

Wenn du in Neuseeland arbeiten möchtest, auch wenn es nur für kurze Zeit im Rahmen des Working-Holiday-Programms sein wird, dann benötigst du für steuerliche Zwecke eine IRD-Nummer (IRD = Inland Revenue Department, Finanzamt).

Diese Nummer erhältst du durch Downloaden und Ausfüllen eines Antragsformulars für eine IRD-Nummer(IR595). Anschließend nimmst du das Formular und die notwendigen dazugehörigen Dokumente mit nach Neuseeland. Sobald du hier bist, gehst du zu einem New Zealand Postshop (Postfiliale) oder zu einem Büro derAutomobile Association (AA), die für Führerscheine zuständig ist. Diese senden deinen Antrag an das IRD, welches dich kontaktieren und dir deine neue IRD-Nummer mitteilen wird.

Diese Nummer gibst du deinem neuseeländischen Arbeitgeber, der dir ein IR330-Formular zum Ausfüllen geben wird, um sicherzugehen, dass du mit der richtigen Steuerklasse besteuert wirst. Das Steuersystem hier nennt sich PAYE (Pay As You Earn, Zahlen gemäß Verdienst).

Versicherung

Das Working-Holiday-Programm erfordert, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine umfassende Kranken- und Reiseversicherung – zusätzlich zu dem ACC-Beitrag, den du zahlen must – verfügen, um bei Unfällen in Neuseeland abgesichert zu sein. Bitte sieh dir die spezifischen Anforderungen deines Landes auf der Website von Immigration New Zealand an.

Mobiltelefone und Internetzugang

Viele Reisende bringen ihr Handy mit nach Neuseeland. Wenn dein Handy entsperrt ist (bitte prüfe dies vor der Abreise bei deinem Anbieter), dann kannst du dir nach deiner Ankunft vor Ort eine SIM-Karte von einem unserer vier Netzwerkbetreiber kaufen (Spark,Vodafone, 2degrees and Skinny). Lege diese Karte einfach in dein Handy und schon bist du bereit, um mit deiner neuen neuseeländischen Handynummer Anrufe im Inland und Ausland zu tätigen, hast WLAN-Zugriff und kannst Datenpakete nutzen. Wenn dein Handy gesperrt ist, dann kannst du dir ein neues Handy und eine SIM-Karte von den oben aufgeführten Anbietern kaufen.

Die Netzwerkanbieter haben Geschäfte in den internationalen Flughäfen sowie in Stadtzentren. Es sollte also kein Problem sein, sie nach deiner Ankunft zu finden. Wenn du dort bist, können sie dir die Anruf- und Datenpläne erläutern, die sie anbieten – sowohl Pre-Paid- als auch Vertragsvarianten.

Die meisten Kurzzeitunterkünfte in Neuseeland und Cafés bieten WLAN-Zugang. Manchmal musst du eine kleine Gebühr zahlen, um Zugang zum WLAN zu erhalten. Du willst nichts zahlen? Kostenfreies Internet bekommst du in öffentlichen Büchereien.

Wenn du eine längerfristige Unterkunft gefunden hast, dann möchtest du dir vielleicht eine dauerhafte Internetverbindung einrichten lassen. Häufig kannst du, wenn du den gleichen Anbieter für deinen Internetanschluss zuhause sowie für dein Handy nutzt, ein vergünstigtes gebündeltes Paket erwerben (wobei dein Kostenplan für dein Handy in deinen Breitbandplan zu einem gemeinsamen Plan zusammengefasst wird). Du entscheidest, wie du es handhaben möchtest und ob du andere Kombinationen bevorzugst, mit denen du mehr sparst. Es gibt viele Optionen, daher lohnt es sich, sich ein wenig umzusehen und den für dich am besten passenden Deal zu finden!

Eine temporäre Unterkunft

Wenn du keine Familie oder Freunde hast, bei denen du wohnen kannst, oder eine Unterkunft, die von deinem Arbeitgeber oder im Rahmen eines Freiwilligenprogramms organisiert wurde, dann musst du dir für die ersten Wochen deines Einlebens im neuen Land eine temporäre Unterkunft suchen. Versuche, für einige Tage oder Wochen in einem Backpacker's, einem Hotel oderMotel oder einer Cabin (Hütte) in einem Holiday Park oder auf einem Campingplatzunterzukommen.

Eine Unterkunft finden

Wenn du anfängst, dich nach einer dauerhafteren Bleibe umzusehen, werden dir die verschiedenen Haus- und Wohnungsstile auffallen – von Apartments über Stadthäuser (townhouse) bis hin zu Wohnungen (flats) und Vorstadthäusern (suburban home). Vielleicht entscheidest du dich, gemeinsam mit einigen Kiwis in einer WG zu wohnen – je mehr Personen in einem Haus wohnen, desto günstiger die Miete. Oder du suchst dir ein kleineres Apartment, das du mit nur einer anderen Person teilst. Es hängt ganz von dir und deinem Budget ab.

Wenn du einen Job auf dem Land findest, dann hast du das Glück, dass die Mieten günstiger sind. Hier kommen vielleicht Schafschererunterkünfte oder eine größere Gemeinschaftsunterkunft auf einer Farm oder „Orchard“ (Obstplantage) in Frage.

Solltest du in einer Stadt arbeiten, dann ist eine Wohngemeinschaft sicher die günstigste Option.

Einige Hinweise:

  • Viele Wohnungen sind unmöbliert, stelle also sicher, dass wichtige Geräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine und andere nötige Einrichtungsgegenstände vorhanden sind.
  • Wenn es um den Mietvertrag geht, dann wird meistens um eine Mindestmietdauer von 6 Monaten gebeten. Einige Vermieter verlangen vielleicht auch eine längere Mietdauer. Solltest du in eine WG ziehen, hast du womöglich Glück und musst überhaupt keinen Mietvertrag unterzeichnen!
  • TradeMe ist eine beliebte Website, um nach Mietwohnungen oder Mitbewohnern in Neuseeland zu suchen.
  • Weitere Informationen findest du in diesem Flatting-101-Führer.

Transport

Autofahren nimmt in Neuseeland einen großen Stellenwert ein. Für die meisten Leute ist es die einfachste Möglichkeit der Fortbewegung. Es gibt jedoch in allen großen Städten Busdienste sowie S-Bahnen in Wellington und Auckland.

In ländlichen Gebieten verkehren öffentliche Verkehrsmittel gegebenenfalls etwas weniger regelmäßig. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass es am einfachsten ist, ein Auto (oder ein Fahrrad) zu kaufen, wenn du während deines Neuseelandaufenthalts auf dem Land wohnst.

Wenn du in Neuseeland ein Auto kaufen möchtest, dann wirf einen Blick in unsere hilfreichen Richtlinien zum Autokauf. Es gibt verschiedene Seiten im Internet, die Gebrauchtwagen anbieten, z. B. TradeMe. Wenn du nur für kurze Zeit einen Wagen brauchst, könntest du dir die speziell auf Backpacker zugeschnittenen Angebote ansehen, wie Backpacker Car World – das Unternehmen bietet günstige Autos und Kleinbusse an, die bereits zum Campen und darin Schlafen ausgestattet sind. Schau dir auch das schwarze Brett „Backpacker Board“ für Reisende an, die ihre Autos und Kleinbusse verkaufen.

Ein kurzer Hinweis zur Autoversicherung: Diese ist in Neuseeland nicht zwingend vorgeschrieben, wir empfehlen aber dennoch, zumindest eine Haftpflichtversicherung für dein Fahrzeug („third party insurance“) abzuschließen. Damit bist du gegen potenzielle Forderungen durch Schäden abgesichert, die du an fremden Fahrzeugen verursachst.
Wenn du einen Roadtrip durch Neuseeland starten willst, dann gibt es eine Menge zu sehen. Solltest du keine Lust haben, dir ein Auto zu kaufen oder zu mieten, dann kämen Hop-on-Hop-off-Busspässe oder das Mieten eines Campervans in Frage.

Brauche ich einen neuseeländischen Führerschein?

Nein, es sei denn, du bleibst länger als 12 Monate. Wenn dein Führerschein keine englischen Übersetzungen enthält, dann musst du dich um eine internationale Fahrerlaubnis bewerben. Des Weiteren empfehlen wir, sich auf der Website „DriveSafe“ über das Autofahren in Neuseeland zu informieren und sich den „New Zealand Road Code“ anzuschauen, der eine umfassende Übersicht über Verkehrsregeln und sichere Fahrpraktiken in Neuseeland enthält.

Planst du gerade deine Reiseroute? Hier einige Tipps, Touranbieter und geniale Vorschläge für deinen Reiseverlauf.

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