Die meisten neuseeländischen Spezialitäten kann man das ganze Jahr über genießen, aber jede Jahreszeit hat auch ihre eigenen Highlights.
Neuseeländisches Essen wird von den Jahreszeiten und den Anbaugebieten der Zutaten geprägt: von Frühlingsbeeren und Meeresfrüchten aus Marlborough bis hin zu Herbsternten und den Austern aus Bluff in Southland.
Auch wenn viele Erzeugnisse das ganze Jahr über erhältlich sind, kannst du auf Reisen im Rhythmus der Jahreszeiten frische Produkte und regionale Spezialitäten entdecken, wenn sie am besten schmecken. Die Jahreszeiten verlaufen umgekehrt zur nördlichen Hemisphäre, daher ist im Dezember Sommer und im Juni Winter.
Der Sommer ist warm, und man isst meistens im Freien. Überall entlang der Küste haben frische Meeresfrüchte jetzt Saison. Kina, ein einheimischer Seeigel mit einem kräftigen, salzigen Geschmack, kommt an felsigen Küsten rund um die Nordinsel, die Südinsel und die Chatham-Inseln vor.
Der Sommer ist auch die Zeit für klassische Lieblingsrezepte der Kiwis. Das spektakuläre Dessert Pavlova, garniert mit Sahne und frischen Früchten, kommt in dieser Zeit oft auf den Tisch, während Fish and Chips am Strand nach wie vor das beliebteste Sommergericht sind. Beerenfarmen haben während der Erntezeit geöffnet, und die frisch gepflückten Beeren werden oft zu frischem Frucht-Eis verarbeitet, das an Straßenständen verkauft wird.
Der Herbst ist in Neuseeland die Erntezeit. Feijoa, eine der bekanntesten saisonalen Obstsorten des Landes, taucht mit dem Beginn der Erntezeit einfach überall auf, in selbstgebackenen Leckereien bis hin zu Konfitüren.
Auch in den neuseeländischen Weinregionen ist jetzt Weinlesezeit. Während sich die Weinberge in Gold- und Rottöne färben, bringen Veranstaltungen wie das Clyde Wine and Food Harvest Festival(opens in new window), RIPE(opens in new window) in Wānaka und The Chardonnay Affair(opens in new window) in Gisborne lokale Weine und Spezialitäten zusammen.
Der Herbst ist eine hervorragende Zeit, um saisonale Spezialitäten zu probieren. Bluff-Austern haben im März Saison und sind bis in den Winter hinein erhältlich, während Kūmara, Äpfel und Wurzelgemüse frisch geerntet werden und auf Speisekarten sowie auf Bauernmärkten reichlich angeboten werden.
Der Winter ist eine Jahreszeit, in der man zusammenkommt und gemeinsam isst. Während Matariki, dem Neujahrsfest der Māori, gibt es bei den Hākari (Festessen) oft Hāngī-Gerichte, zusammen mit Zutaten wie Kūmara, Kawakawa und Kaimoana (Meeresfrüchte).
In Southland sind Cheese Rolls (eine Art Käsesandwich) ein beliebtes Wintergericht. Mit einer herzhaften Käsefüllung gefüllt und goldbraun gebacken, sind sie aus den regionalen Cafés und von den Esstischen nicht wegzudenken. Auch Zitrusfrüchte und Wurzelgemüse haben gerade Saison und sind auf den Bauernmärkten im ganzen Land leicht zu finden.
Die Whitebait-Saison in Neuseeland dauert vom 1. September bis zum 30. Oktober, weshalb der frühe Frühling traditionell die Zeit ist, um Whitebait-Fritters zu probieren. Du kannst sie an der West Coast der Südinsel probieren, die häufig als die „Hauptstadt des Whitebait“ bezeichnet wird. Die Fritters werden normalerweise mit einem leichten Teig oder Ei auf Bestellung zubereitet und schmecken am besten direkt am Wasser.
Wo man sie probieren kann
Wenn es wärmer wird, steht überall im Land Frühlingslamm auf der Speisekarte, während Brunnenkresse und Pūhā den regionalen Gerichten frische, saisonale Aromen verleihen. Auch die ersten Beeren der Saison kommen auf den Markt und tauchen auf Bauernmärkten und an Ständen auf, an denen oft auch echtes Fruchteis verkauft wird.
Jede Jahreszeit bringt etwas anderes mit sich, von Sommerstränden und Wanderwegen bis hin zu Skipisten im Winter und farbenprächtigen Herbstlandschaften.
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