Great Walks - Rakiura Track, Stewart Island

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Auf Stewart Island erwartet Sie unberührte Natur. Entdecken Sie Ruhe, Vogelstimmen und eine Landschaft, die sich in Tausenden von Jahren kaum verändert hat

36 km - 3 Tage

Eine eigene Welt

Stewart Island ist ein Ort, wo man Ruhe und Einsamkeit vorfindet, ein natürlicher Lebensraum, der sich in Tausenden von Jahren wenig verändert hat. Tagsüber nehmen Ihre Füße den Rhythmus der Strecke auf, in der Nacht wird man vom „Ruru“ des Neuseeland-Kuckuckskauz (Morepork) und den gelegentlichen Rufen eines Kiwis eingeschläfert. Wenn Sie aufwachen, hat die außerordentlich klare Luft ihre erfrischende Wirkung vollbracht. Diese Reise am Ende der Welt ist eine Wiederbelebung von Geist, Seele und Körper.

Überblick der Strecke

Die Rakiura Track ist ein 36 Kilometer langer Rundweg. Er geht die Küste entlang, klettert über einen hohen bewaldeten Bergrücken und folgt den geschützten Ufern des Paterson Inlet. Teilweise geht man über Maoriland, dessen Zugang die Eigentümer genehmigt haben. Die meisten Wanderer brauchen für den Rakiura Track drei Tage.
Ein Großteil der Strecke sind Holzstege, so dass man den notorisch tiefen Schlamm von Stewart Island vermeiden kann. Es gibt zwei Hütten und drei Campingplätze auf der Strecke. Man kann die Strecke in beiden Richtungen und zu jeder Jahreszeit gehen. Lassen Sie sich nicht durch den Winter abschrecken, oft ist die kalte Jahreszeit hier erstaunlich mild und das Wetter äußerst stabil.

Strand, Küste und Wald

Wunderschöne wilde Strände sind ein besonderes Merkmal dieses Wanderweges. Maori Beach war einst Standort eines Maori Dorfes und eines Sägewerkes. Heute herrscht hier wieder wilde Natur, aber es gibt noch einige interessante Relikte zu entdecken. Eine Schatzsuche nach Muscheln kann an diesem Strand äußerst erfolgreich sein. Man kann hier Meeresschnecken Muscheln, knorrige Wellhornschnecken, südliche Walzenschnecken, „Cooks Turbanmuscheln“ (Cookia sulcata ) und rosa Rankenfußkrebse finden.

Auf dem mittleren Abschnitt des Rakiura Tracks wandert man durch einen Wald, der hauptsächlich aus Rimu und Kamahi besteht, aber es gibt auch Baum- und Bodenfarne und grazile Orchideen. Der Vogelgesang ist betörend, eine Symphonie aus Schmuckvögeln und Tuis und dem gelegentlichen Krächzen des Kaka als Zugabe

Der südliche Teil der Strecke geht am Paterson Inlet vorbei, dem größten Hafen der Insel. Der Meeresarm mit 20 Inseln dringt 16 Kilometer vom offenen Meer ins Land hinein und hat unglaublich klares Wasser. Dies liegt daran, dass Stewart Islands Vegetation völlig intakt ist und nur sehr wenig Sediment ins Meer bröckelt. Paterson Inlet ist eine flache Ria, ein altes Flusstal, das überflutet wurde.

Eine Reise durchs Vogel-Land

Stewart Island hat eine winzige Bevölkerung von weniger als 400 Menschen,aber dafür eine riesige Vogelwelt. Der immense, überwiegend aus Steineibengewächsen bestehende Wald der Insel ist ein Paradies für einheimische Vogelarten. Es gibt mehr als hundert verschiedene Arten auf der Insel, darunter so seltene einheimische Vögel wie Lappenkrähen (Kokako), Sattelvögel, Rotkehlchen und Gelbköpfchen.

Der braune Kiwi von Stewart Island, auch als Streifenkiwi (Tokoeka) bekannt, ist einer von sechs unterschiedlichen Kiwiarten. Diese Vögel sind flugunfähig und weitgehend nachtaktiv. Allerdings sind sowohl während des Tages als auch in der Nacht aktiv. Es gibt geschätzte 20.000 Kiwis auf Stewart Island. Dennoch ist es äußerst schwer einen von ihnen zu Gesicht zu bekommen, da sie äußerst menschenscheu sind. Anbieter vor Ort bieten Touren zum Ocean Beach an, wo die Vögel gerne Strandflohkrebse essen.

Stewart Island ist reich mit Seevögeln gesegnet. Albatrosse, Thalassarche (kleine Albatrosse der Südhalbkugel), Sturmvögel, Kormorane, Möwen, Raubmöwen, Seeschwalben, Tölpel und blaue Pinguine sind oft zu beobachten. Dunkle Sturmtaucher kommen hier während der Brutzeit in großer Zahl vor. Man kann auch einige der größeren Pinguinarten sehen, wie Felsen-, Dickschnabel-, Gelbaugen- und Snarespinguine.
Die Wattflächen des Paterson Inlet sind Heimat für eine Vielzahl von Wattvögeln, einschließlich Maoriregenpfeifer, Austernfischer, Reiher und Schnepfen.

Weitere Aktivitäten

Zwar sind Wandern und Vogelbeobachten die wichtigsten Aktivitäten auf Stewart Island sind, ist die Insel auch ein beliebtes Ziel für Taucher, Kajakfahrer und Angler. Die Stadt Halfmoon Bay ist gut für Touristen ausgestattet und die Einheimischen sind berühmt für ihre Freundlichkeit. Wie nicht anders zu erwarten, sind Meeresfrüchte ein Schwerpunkt der Stewart Island Cuisine und frisch gefangenen Sandbarsch findet man hier auf jeder Speisekarte.

Maori Historie

Hunderte von Jahren vor der Ankunft der europäischen Siedler, war Stewart Island ein Land des Überflusses für die Maori Siedler. Neben Meeresfrüchten bot die Insel eine ganz besondere Delikatesse: Titi (Sturmtaucher), die noch heute gerne gegessen wird.

Der ursprüngliche Name der Insel ist Te Punga O Te Waka a Maui und kann mit "dem Anker Stein von Mauis Kanu“ übersetzt werden. In der Maori Mythologie heißt es, dass Stewart Island der Anker für Mauis Kanu (die Südinsel) war, während Maui den großen Fisch (die Nordinsel) fing und einholte.
Maori nennen die Insel auch Rakiura, das „Land der glühenden Himmel“, vermutlich in Bezug auf die glorreichen Sonnenauf- und untergänge oder den nächtlichen Schein der Polarlichter (Aurora Australis).

Die vergangenen 150 Jahre

Im 19. Jahrhundert kamen zu den Maori verschiedene europäische Entdecker, Robbenfänger, Missionare, Bergleute und Siedler hinzu. Später siedelten sich Sägemüller, Bootsbauer und Fischer an. Der letzte große Menschenzustrom ereignete sich in den 1920er Jahren, als eine Gruppe von norwegischen Walfängern auf die Insel kam. Viele blieben für immer und ergänzten so den faszinierenden Nationalitätengemischs auf Rakiura. Einige der Häuser, die von den frühen norwegischen Walfängern erbaut wurden, sind noch heute bewohnt - ihre unverwechselbare alpine Architektur macht sie leicht erkennbar.

Zuerst entstanden Siedlungen an den Rändern des Paterson Inlet, an den Spitzen der Halfmoon und Horsehoe Bay, bei Port William und Port Pegasus. Heute konzentriert sich die Bevölkerung auf die Stadt Halfmoon Bay (auch bekannt als Oban) und der Schwerpunkt des Arbeitsmarktes hat sich weg von Ausnutzung zum Naturschutz verlagert.

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Einige Great Walks muss man evtl. vorbuchen, für andere kann man einfach einen Hütten- oder Campingplatz-Pass vor der Wanderung erwerben.

  • Für Milford, Kepler, Routeburn, Heaphy und Abel Tasman können Sie im Online-System nachschauen ob Plätze verfügbar sind und Ihre Buchung machen. Hier online buchen
  • Die landesweiten Department of Conservation (DOC) Besucherzentren können Hütten oder Campingplatz Buchungen in Ihrem Namen machen. Es fällt eine Buchungsgebühr an.
  • Telefon +64-3-249 8514, Fax +64-3-249 8515, E-Mail greatwalksbooking@doc.govt.nz

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